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KAYIN (KAREN) STAAT

KAYIN (KAREN) STAAT

Dieser langgezogene Staat im Südosten Myanmars verläuft von Nordwest nach Südost. Außer den Kayin, die die Mehrheit ausmachen, leben im Kayin Staat auch die Mon, Myanmar, Taungthu und Shan. Die Kayin sind die zweitgrößte Minderheit in Myanmar und man unterscheidet zwischen den Berg-Kayin und den Kayin der Ebene. Sie haben unterschiedliche Sprachen und physische Eigenschaften. Unter den Kayin gibt es Animisten, Buddhisten und Christen, jedoch sind die meisten Buddhisten. Die Kayin besitzen ihr eigenes Alphabet und somit auch ihre eigene Literatur und Kultur. Sie leben hauptsächlich von der Landwirtschaft und damit verbundenen Geschäften. Es werden Reis, Betelnüsse, Erdnüsse, Sesam, Erbsen, Bohnen, Kaffe und Tee angebaut. Zudem findet man in den südlichen Regionen Kautschuk-Plantagen. Die immergrünen Wälder bedecken rund die Hälfte des Gebiets. Teak und andere Harthölzer sind wichtige Erzeugnisse dieser Region. Die Ebenen des Kayin Staats sind besprenkelt mit Kalksteinhöhlen und einigen Kalksteinhügeln, die steil emporragen. Von den Bergen ist der Zwegabin der höchste mit seinen knapp 723 Meter über dem Meeresspiegel. 

Es gibt viele kulturelle Aktivitäten in Kayin, wie das Anbeten der Duway Pagode, in der die Natgeister diversen Gottheiten huldigen und wo man heute noch immer das traditionelle "Boom Fire" Fest feiert. Zu diesem Anlass wird der Kayin Don Tanz aufgeführt, der aus verschiedenen gesellschaftlichen Aktivitäten entstanden ist, heute eine lange Tradition hat und von den Kayin geliebt wird. Er fördert die Einheit in der Gemeinschaft sowie das Gefühl der Zugehörigkeit. Der Don Tanz ist ein nationales Kulturgut und spiegelt die Schönheit und die Liebe der Kayin wider.
 

ANREISE

Von Yangon aus erreicht man Hpa-an mit dem Auto in etwa acht Stunden. Im Norden führt eine Straße von Toungoo in der Division Bago nach Thandaung. Die Mawchi-Mawchi Straße führt durch den Staat Kayin. Im Süden verzweigt sich die Yangon-Mottama Straße nach Hpa-an über Thaton und Myaing Galay. Es gibt noch eine weitere Straße von Mawlamyine nach Hpa-an. Der Staat Kayin hat immer noch keine Eisenbahn, ist dafür aber gut mit natürlichen Wasserwegen ausgestattet. Dennoch stellt der Fluss Thanlyin den Haupttransportweg dar. Die Schifffahrt ist von Mawlamyine stromaufwärts bis Shwegun nördlich von Hpa-an, der Hauptstadt, möglich. Entlang des Ataran können Schiffe von Kya-In-Seik-Gyi nach Mawlamyine fahren. Die Besucher der Stadt Hpa-an kommen normalerweise über die Straßen von Thaton auf der Yangon - Mawlamyine Autobahn. Manche Touristen kommen mit dem Boot von Mawlamyine.

HPA-AN

Die Hauptstadt des Kayin Staates wurde erst vor Kurzem aus der Liste verbotener Reiseziele gestrichen. Man fährt mit dem Auto von Yangon über Bago, Kyaikto und Thaton nach Hpa-an. Es ist zwar eine kleine Stadt, gleichzeitig aber auch ein betriebsarmes Handelszentrum. Man sieht hier die Bauern, die mit Pferdewagen oder Trishaws in die Stadt kommen. Es gibt dort einen kleinen See und man sieht in der Ferne den Mt. Zwegabin.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

MUSEUM

Auf der anderen Seite des Sees, gleich wenn man die Brücke überquert hat, befindet sich ein kleines Museum mit Ausstellungsstücken der Karen Kultur.

MT. ZWEGABIN

Der Berg Zwekabin hat eine sehr ungewöhnliche Form, die man nicht vergisst, wenn man sie einmal gesehen hat. Er erhebt sich steil mit einer Höhe von rund 650 Meter aus der Erde. Auf dem Gipfel steht eine Pagode für diejenigen, die fit genug sind, um hinauf zu steigen. Man braucht für den Aufstieg etwa 2 Stunden, aber die Aussicht über den Fluss und die Ebene macht alle Strapazen wieder wett. Dort oben befindet sich auch ein Kloster.

THAMANYA KLOSTER

Der Berg Thamanya liegt 37 Kilometer südöstlich an der Straße von Hpa-an nach Kawkareik. Dieser Ort ist berühmt wegen des 2003 verstorbenen höchst ehrwürdigen Mönchs, "Thamanya Sayardaw". Zahlreiche Pilger und Gläubige kommen aus dem ganzen Land, um ihm zu huldigen.

KAWGUN HÖHLE 

Die Kawgun Höhle liegt in der Nähe des Dorfes Kawgun, das etwa 3 Kilometer von Hpa-an liegt. Es handelt sich um eine natürliche 60 Meter breite und 90 Meter lange Kalksteinhöhle. Die Felsoberfläche ist reichlich mit verschiedenartigen tönernen Buddhafiguren und Gedenktafeln bedeckt. Von diesen Höhlen gibt es im unteren Myanmar nicht sehr viele. Nach dem Stil der Buddhastatuen zu urteilen, kommen diese aus dem 15. Jahrhundert, der Hanthawaddy-Periode.

BAYIN NYI HÖHLE

Die Bayin Nyi Höhle liegt näher an Thaton und ist dadurch ein idealer Halt auf dem Weg nach Yangon. Ein steiler Felsen, an dessen Fuß ein Kloster liegt, ragt aus der Ebene. Es gibt dort Thermalquellen sowie die Möglichkeit zu baden.

THANDAUNG

Thandaung ist eine wunderschöne Bergstadt und ein wichtiges Gebiet für den Tee-, Kaffee- und Obstanbau. Die Stadt ist das Wahrzeichen des Kayin Staates. Bald nach dem Ende des englisch-burmesischen Kriegs im Jahre 1852, als das untere Myanmar annektiert wurde, bauten die Briten Thandaung als Bergstadt mit indischen Arbeitskräften auf. Thandaung liegt nur 321 Kilometer von Yangon entfernt, und man erreicht den Ort mit dem Auto oder Bus in einem halben Tag. Wer die Eisenbahn vorzieht, kann auch mit dem Zug in circa sechs Stunden von Yangon nach Taungoo reisen. Von dort sind es mit dem Auto nur noch 27 Kilometer bis Thandaung. Die Strecke führt durch satten Urwald mit kleinen Gebirgswasserfällen und steigt allmählich auf über 1200 Meter nach Thandaung an.

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