KAYAH STAAT:
Der Kayah Staat, früher Karenni genannt, wird im
Norden von den Shan-Bergen, im Osten von der
thailändischen Mae-Hong-Son-Provinz und im Süden vom
Kayin (Karen) Staat begrenzt. Er ist der kleinste der
sieben Staaten von Myanmar. Das Gebiet ist bergig und
wird vom Thanlwin (Salween), dem größten Strom,
durchzogen. Die Karen bewohnen den Staat, der gute
Bestände an Kyun (Teakholz) und anderen Harthölzern,
beispielsweise Pyinkado (Eisenholz), Padauk und Ingyin,
aufweist. Andere Waldprodukte sind Gummilack, Harz und
Honig. Im Süden des Staates befinden sich Zinnvorkommen.
Kayah produziert auch Marmor. Die Landwirtschaft ist
eine der Haupteinnahmequellen der Bevölkerung. Reis,
Weizen, Mais, Hirse, Erdnüsse, Sesam, Baumwolle,
Sojabohnen, Chili, Zwiebeln, Knoblauch, Tabak, Orangen,
Bananen und Gemüse werden angebaut. Myanmars größtes und
wichtigstes Wasserkraftwerk steht an den Wasserfällen
von BaluChaung in LawPita, ungefähr 20 Kilometer südlich
von Loikaw, der Hauptstadt des Staates Kayah.
Anreise:
Touristen beginnen ihre Reise normalerweise im Gebiet
des Inlesees mit dem Boot oder Auto. Die Autostraßen von
Taungoo (Bago-Division) und vom Staat Kayin werden wegen
mangelnder Sicherheit und schlechten
Straßenverhältnissen nicht empfohlen. Loikaw ist durch
die neu erbaute Eisenbahnlinie Aungban-Pinlong-Loikaw
angebunden.
Die Myanmar Airways Domestic fliegt nach Loikaw, wird
aber wegen ihres schlechten Sicherheitszustands selten
von Touristen benutzt. |
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Loikaw:
Loikaw ist die Hauptstadt des Kayah Staates. Das berühmte
religiöse Wahrzeichen von Loikaw ist der Pagodenhügel von
Thiri-Mingalar Taung-kwe, einer landschaftlich reizvollen
Erhebung, von der aus man die gewaltige Weite des Landes
überblickt. In der Umgebung von Loikaw begeben sich Besucher
gern zur Taungwe Pagode (zwei Hügelspitzen auf denen sich
jeweils eine Pagode befindet), zu den beiden Seen und zum
Markt.
Die verehrten Namen einiger Pagoden waren: Shwe Yin Aye
Ceti, Kyauk Thanban Ceti, Aung Taw Mu Ceti, Su Taung Pyi
Ceti, Pyi Lone Chan Thar Ceti, Auk Kyaik Htee Yoe Ceti, Atet
Kyaik Htee Yoe Ceti und Shwe Pyi Aye Ceti. Eine Prophetie
besagt, dass eines Tages die neun Pagoden zu einer
allwissenden Pagode zur Verbreitung und Aufrechterhaltung
des buddhistischen Glaubens vereinigt werden. Der Name des
heiligen Hügels wurde 1970 zu Thiri-mangalar Hill geändert.
Der nächste interessante Ort heißt Htee-pwint-kan oder
Schirmteich. Er liegt in der Ortschaft Demosoe im Herzen der
Reisfelder und war nicht mehr als ein kleiner Teich mit
einem Durchmesser von ungefähr 30 m. Die Kayahs glauben,
dass der gegenwärtige 'Htee pwint kan' vom Krokodil mit
Hilfe eines weißen Büffels gegraben wurde. Es gibt eine
Legende über diesen Teich, die besagt: “Vor langer Zeit
lebten einmal ein großes weißes Kaninchen und ein großes
Krokodil als Freunde in einem dichten Wald. Eines Tages
berichtete das Kaninchen dem Krokodil, dass im nächsten
Sommer eine schlimme Dürre auftreten und große Not bereiten
würde. Das Kaninchen überredete das Krokodil daraufhin, den
Wald zu verlassen und sich in bessere Weidegründe mit
reichlich Wasser zu begeben. Das Krokodil glaubte dem
Kaninchen und so machten sie sich auf den Weg bis sie auf
einem Hügel angekommen waren. Dort lief das Kaninchen davon
und überließ das arme Krokodil seinem Schicksal.
Glücklicherweise kam ein weißer Büffel vorbei und sah die
missliche Lage des verzweifelten Krokodils. Das Krokodil bat
den weißen Büffel, dass er ihm einen Platz mit reichlich
Wasser zeigen möge. Der Büffel entgegnete, dass das Wasser
weit entfernt sei. Daraufhin schlug das Krokodil vor, dass
der Büffel mit seinen starken Hufen die Erde aufgraben und
dann darauf urinieren solle, so dass der Boden wieder weich
würde. Dies sollte er immer wieder tun, bis das Loch groß
genug würde, damit sich das Krokodil darin suhlen könne. Der
Büffel war behilflich bis durch einen reinen Zufall Wasser
aus einem unterirdischen See hervorschoss und dem
amphibischen Tier Erleichterung brachte. Das dankbare
Krokodil versprach dem Büffel, dass es ihm nie wieder an
Wasser mangeln würde. Deshalb haben die Büffel heute immer
Wasser, weil die Krokodile ihr vor langer Zeit gegebenes
Versprechen gehalten haben." |

Taungwe Pagode

Padaung

Lisu |
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