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Click EnlargeKACHIN STAAT:

Tief im Norden von Myanmar. Es ist eine bergige Region, die im Nordwesten an Indien und im Norden und Osten an China grenzt, und von Nebenflüssen des Ayeyarwady durchlaufen wird. Myitkyina, die Hauptstadt, und Bhamo sind die wichtigsten Städte. Hier werden Reis und Zuckerrohr angebaut, Jade und Bernstein gefördert, sowie Holz und Bambus geschlagen. Der Staat ist dünn besiedelt; jinghpaw-sprachige Kachins machen den größten Teil der Bevölkerung aus. Sie sind in Stämmen unter Häuptlingen organisiert, betreiben Wanderfeldbau, und sind meist entweder Animisten oder Christen. Dieses Gebiet war nie den burmesischen Königen unterworfen, und wurde unter englischer Herrschaft direkt und nicht als Teil von Britisch Burma verwaltet. Die Chinesen fielen 1945—47 in das Gebiet ein, doch wurde 1960 ein Grenzabkommen zwischen Myanmar und China unterzeichnet. Gegen die Regierung gerichtete Aufständische, die im Staat Kachin seit Myanmars Unabhängigkeit 1948 aktiv waren, unterzeichneten 1993 eine Waffenstillstandsvereinbarung mit der Regierung.

Anreise:
Man kann von Yangon und Mandalay nach Myitkyina fliegen. Es gib auch tägliche Zugverbindungen über Kathar nach Myitkyina (ca. 24 Stunden). Sie können auch mit dem Boot den Ayeyarwaddy bis Bhamo hinauffahren, oder mit dem Auto von Mandalay über Lasio und Muse nach Bhamo (2 Tage mit Übernachtung in Muse).






Sehenswürdigkeiten:

Myitkyina:
Myitkyina ist die Hauptstadt und liegt zentral im Staat Kachin. Es ist die nördlichste Eisenbahnanschlussstelle 1478 km von Yangon und 783 km von Mandalay entfernt. Man kann den Myit Sone, den Zusammenfluss von Maikha und Malikha besuchen. Der Ayeyarwady, der nützlichste Fluss in Myanmar, beginnt an diesem Zusammenfluss und erreicht nach 2132 km seine Mündung. Das Wasser hier ist kristallklar. Der Panoramablick auf die Landschaft hier beim Myit Sone mit der unberührten Schönheit der Natur ist jenseits all dessen, was man mit Worten beschreiben kann, und ganz gewiss ein sehr attraktiver Ort für Touristen. Myitkyina erreicht man auf der Straße, mit der Eisenbahn, auf dem Fluss oder mit dem Flugzeug. Verschiedene einheimische Stämme leben hier harmonisch mit ihren eigenen Kulturen, Bräuchen, Dialekten, Tänzen und Lebensstilen. Die mit glitzerndem Silberschmuck verzierten Trachten der anmutigen Kachin Schönheiten sind auch ein bezaubernder Anblick. Eine Kachin-Wolltasche mit Silberschmuck als Souvenir ist ein unvergessliches Geschenk. Die Überlandhandelsroute nach Indien und China, sowie der Versorgungsweg nach China im zweiten Weltkrieg entlang der Ledo Road führt durch Myitkyina hindurch.
Am Rande der Stadt, am Ufer des Ayeyarwaddy, wird schonungslos Tag und Nacht Gold gefördert und werden Goldgemälde angefertigt. Ungefähr 40 km weiter nördlich der Stadt ist eine der schönsten und wichtigsten Naturstätten Myanmars, die Wiege des Ayeyarwaddy, wo die Flüsse Maykha und Malikha zusammenfließen, allgemein als Myit-son bekannt.
 

 
Kachin Girl
 


Indawgyi See:
2 ½ Stunden südlich von Myitkyina, ist der größte Binnensee Südostasiens. Der See misst 12,8 km von Ost nach West und 24 km von Nord nach Süd. Um den See herum sind über 20 Dörfer. Am See und in der Umgebung sind überwiegend die Shan und Kachin beheimatet, die hauptsächlich von der Landwirtschaft leben. Der Indawgyi See liegt im Indawgyi Lake Wildlife Sanctuary, einem Naturschutzgebiet, das 1999 vom Ministerium für Ökotourismus eingerichtet wurde. In diesem 777 km² großen Naturschutzgebiet gibt es viele verschiedene Tiere, einschließlich seltener Säugetierarten und Vögel.

 


Indawgyi See

Putao:
Es liegt nördlich von Myitkyina, der Hauptstadt des Kachin Staats. Man erreicht es nur mit dem Flugzeug von Yangon, Mandalay und Myitkyina. Die Stadt ist von schneebedeckten Bergen umgeben und das Wetter ist das ganze Jahr lang kühl. Im Wald um Putao herum ist sowohl die Flora als auch die Fauna interessant. Der Kachin Staat beherbergt auch viele Stämme ethnischer Minderheiten. Sie ist die dem Basislager am nächsten gelegene Stadt beim Erklimmen des Mt. Khakhaborazi (5889 m), des höchsten Bergs Myanmars und auch Südostasiens. Putao ist der Ausgangspunkt für die gewagtesten Trekkingabenteuer.

Rauschende Bäche und kleine Flüsse, mit Stroh bedeckte Häuser und Zäune aus Kies und Flusssteinen bieten eine willkommene und ländliche Abwechslung zu den Plätzen und Sehenswürdigkeiten der modernen Städte. Hängebrücken sind die für diese Region typischen Überquerungen von Flüssen. Die Völker der Rawan, Lisu, Khamti-Shan, Jingphaw und Kachin sind in dieser Region vertreten. Dieses Gebiet ist berühmt für seine natürliche und ursprüngliche Flora. Es gibt besonders viele Arten von Orchideen, sogar eine absolute Weltseltenheit, die schwarze Orchidee kann hier gefunden werden. Und was die Fauna betrifft, so gibt es hier eine der seltensten Tierarten, den Takin (Budorcas Taxicolor). Der rote Panda (Ailurus Fulgens), Schwarzbären und schwarze Rehe sind alle in dieser Region endemisch.

Man trifft hier auch andere terrestrische Gattungen von Affen, Schweinen, und Bergziegen an. Im Januar erscheinen verschiedene Schmetterlinge. Unter ihnen sind auch gefährdete Arten wie der Kaiserschmetterling, Apollofalter, Bhutan, Glory und der Troides Magellanus.

Hier gibt es auch Rhododendren in verschiedene Farben, Ahornbäume und diverse Bambusarten. Die Monate Januar und April sind die besten, um die Schmetterlinge, Blumen und Orchideen im eisigen Wald zu sehen.

Bhamo:
Bhamo liegt 186 km südlich der Hauptstadt Myitkyina. Die Stadt lieg am Ayeyarwady und ist der nächste Flusshafen zur chinesischen Grenze. Die Einwohner sind eine Mischung aus Chinesen und Shan, sowie Kachin in den Hügeln um die Stadt herum. Bhamo hieß einst Sampanago und war die Hauptstadt des heute nicht mehr existenten Shan Königreichs Manmaw. Die Ruinen der alten Stadtmauern stehen noch immer rund 5 km von der heutigen Stadt entfernt.

 

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