Myanmar: Das Land
Die Welt kennt Myanmar, ehemals unter dem
Namen Burma bekannt, als das goldene Land. Es ist eine der
frühesten Wohnstätten der Menschheit und man kann dort die
exklusivsten Erfahrungen seines Lebens machen.
Das goldene Zeitalter von Myanmar datiert
ins 11. Jahrhundert zurück als König Anawrahta das ganze
Land zum ersten Burmesische Reich in Bagan vereinte - noch
vor der Eroberung Englands durch die Normannen im Jahre
1066. Das Bagan-Reich umfasste das ganze Menamtal in
Thailand und bestand ca. 250 Jahre, bevor es bei einer
Invasion unter der mongolischen Führung von Kublai Khan im
13. Jahrhundert unterging. Das zweite Burmesische Reich
gründete König Bayinnaung Mitte des 16. Jahrhunderts. König
Alaungpaya gründete das dritte Burmesische Reich im Jahre
1752. Auf der Höhe der Konbaung-Dynastie kolonialisierten
die Briten Myanmar.
Großbritannien eroberte Burma über einen
Zeitraum von 62 Jahren (1824-1886) und integrierte es in
sein indisches Reich. Burma wurde als Provinz Indiens
verwaltet, bis es 1937 eine eigenständige, selbstverwaltende
Kolonie wurde; die Unabhängigkeit vom Commonwealth erlangte
man im Jahre 1948.
Am 4. Januar 1948 um 04:20 Uhr wurde die
Union von Burma als souveräner Staat unter dem ersten
Premierminister, U Nu, gegründet. Das demokratische Regime
endete 1962 mit einem von General Ne Win angeführtem
Staatsstreich. Ne Win regierte fast 26 Jahre mit einem
strengen Reformkurs. 1990 fanden die ersten freien Wahlen
seit fast 30 Jahren statt, doch wurde der Durchmarsch der
NLD Partei unter Aung San Suu Kyi durch das Militär zunichte
gemacht, das die Macht nicht abgeben wollte.
Eine der wichtigsten Persönlichkeiten der burmesischen
Geschichte des 20. Jahrhunderts ist der Gründer der Armee
und Freiheitssymbol, General Aung San, ein Student, der zum
Aktivisten wurde, und dessen Tochter, Aung San Suu Kyi von
der NLD, die 1991 den Friedensnobelpreis erhielt. Sie ist
eine weltweit bekannte Ikone des Friedens, der Freiheit und
der Demokratie und steht nun unter Hausarrest. Die
drittbedeutendste burmesische Persönlichkeit ist U Thant,
der das Amt des UN Generalsekretärs zwei Perioden lang inne
hatte und während der gesamten Geschichte der Vereinten
Nationen sehr hohes Ansehen genoss.
Im November 2005, verkündete die
Militärjunta, dass die Landeshauptstadt von Yangon nach
Pyinmana verlegt würde.
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Das Land hat eine Fläche von 677.000 km² (261.228
Quadratmeilen), mit 936 km (581 Meilen) von Ost nach West
und 2.051 km (1.275 Meilen) von Norden nach Süden. Das Land
hat Berge und Täler und ist im Norden, Osten sowie im Westen
wie ein Hufeisen von Gebirgen umgeben. Von den Bergen
eingeschlossen sind die Ebenen des Ayeyarwaddy, Chindwin und
Sittaung, in denen sich ein Großteil der Landwirtschaft und
auch der Bevölkerung befindet.
Die Gesamtlänge der Grenzen zu anliegenden Ländern beträgt
6.159 km. Die Gesamtlänge der Grenze zwischen Myanmar und
Bangladesch beträgt 271 km (168,7 Meilen). Die Gesamtlänge
der Grenze zwischen Myanmar und China beträgt 2.204 km
(1.370 Meilen). Myanmar-Thailand 2.107 km (1.309,8 Meilen);
Myanmar-Indien 1.338 km (831,8 Meilen); Myanmar-Laos 238 km
(147,9 Meilen);
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Insgesamt entsteht durch die Lage und Topografie des Landes
eine Vielfalt von klimatischen Bedingungen. Änderungen der
Windrichtung im Monsun beeinflussen das Wetter. Dies führt
zu den drei Jahreszeiten Sommer, Regenzeit und Winter. Nur
selten kommt es zu extremen Temperaturunterschieden. Wind
und Tiefdruckgebiete bringen Regen, und obwohl es während
der Monsunzeit in den Küstengebieten schwere Niederschlägen
gibt, entsteht hierdurch keine Not.
Die für Reisende am besten geeignete Zeit ist von November
bis Februar. In dieser Zeit ist das Wetter wie in einem
angenehmen europäischen Sommer. Jedoch können die
Temperaturen in einigen Gebirgsgegenden auf 0°C zurückgehen.
In dieser Zeit sind Jacken, Pullover, Socken und warme
Schlafanzüge nötig.
Die wärmste Jahreszeit geht von März bis Mai. In dieser
Jahreszeit steigen die Temperaturen ohne weiteres über 40°C,
selbst in Yangon.
Die Regenzeit geht von Mai bis November. Jedoch variiert die
Niederschlagsmenge je nach Region. Es ist wirklich
wunderschön zu reisen, wenn weniger Touristen unterwegs sind
- und nach jedem Regen sinkt auch die Temperatur!
Grundsätzlich kann man die meiste Zeit des Jahres tagsüber
Temperaturen um 30°C und nachts um ca. 25°C erwarten. In der
kühleren Jahreszeit liegen die Temperaturen jedoch eher bei
25°C bzw. bei 15°C. Die Küstengebiete sind gewöhnlich kühler,
jedoch bei höherer Luftfeuchtigkeit.
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Myanmar bietet ein reichhaltiges Angebot verschiedener
Lebensräume, was weitgehend seiner ökologischen Vielfalt
zuzuschreiben ist. Nahezu 300 bekannte Säugetierarten, 300
Reptilien und rund 100 Vogelarten finden hier ihr Zuhause.
Das Land ist auch ein Paradies für ca. 7000 verschieden
Pflanzen. Der potentielle Wert dieser Pflanzenspezies in
Myanmar ist beträchtlich.
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Art: Militärjunta. Verfassung: Am 3. Januar 1974 (ausgesetzt
seit 18. September 1988 als die letzte Junta die Macht
ergriff).
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Im zweiten Weltkrieg hat Myanmar erhebliche Verluste
hinnehmen müssen, von denen sich manche Wirtschaftszweige
bis heute nicht vollständig erholt haben. Rund 60% der
Bevölkerung arbeiten in der Land- und Forstwirtschaft, und
Reis macht ca. die Hälfte des landwirtschaftlichen Ertrags
aus. Ebenfalls angebaut werden vorwiegend Mais, Erdnüsse,
Bohnen, Ölsaat und Zuckerrohr. Myanmar ist in einer
nördlichen, an Laos und Thailand angrenzenden Region, die
auch als das "Goldene Dreieck" bekannt ist, maßgeblich an
der illegalen Opiumproduktion beteiligt; das in den
Laboratorien des Landes hergestellte Heroin trägt zu einem
großen Schwarzmarkthandel bei. Die staatseigenen Wälder von
Myanmar liefern Teak- und andrer Harthölzer. 1985 löste
Teakholz den Reis als größten einzelnen Exportartikel ab,
und zusammen machen die beiden Produkte mehr als die Hälfte
aller Exporte von Myanmar aus.
Das Land ist reich an Mineralien. Östlich des Ayeyarwady in
der Trockenzone gibt es Erdölvorkommen. Im Osten des Landes
werden Zinn und Wolfram abgebaut; die Mawchi-Minen im Kayah
Staat sind auch reich an Wolfram. Im Shan Staat nordwestlich
von Lashio liefern die Bawdwin-Minen Blei, Silber und Zink.
In Myanmar gibt es ebenfalls Kohle-, Kupfer-, Erdgas- und
Eisenvorkommen. Edelsteine (vor allem Rubine und Saphire)
findet man in der Nähe von Mogok. Seit dem 13. Jahrhundert
exportiert Myanmar Jade aus dem Hunkawangtal im Norden nach
China.
Neben der Lebensmittelindustrie beinhaltet die
Fertigungsindustrie auch Textilien, Schuhwerk, Holz und
Holzprodukte, sowie Baustoffe. Die Haupthandelspartner des
Landes sind Singapur, China, Japan, und Thailand. Außer
Teakholz und Reis werden auch Ölsaat, Bohnen, Kautschuk,
Hartholz und Edelsteine exportiert. Die Hauptimportartikel
sind Maschinen, Transportmittel, Lebensmittelprodukte und
Konsumgüter. Die heranwachsende Wirtschaft Myanmars begann
sich 1980 nach einer Flaute wegen politischer Unruhen mit
zunehmenden privaten Geschäften und ausländischen
Investitionen wieder zu erholen.
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Die Bevölkerung von Myanmar, verteilt auf sieben Staaten und
sieben Verwaltungsbezirke, wird auf 52,4 Mio. geschätzt (Juli
2003) und wächst mit einer Rate von 1,84 %.
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Die Union von Myanmar besteht aus 135 Volksgruppen. Die
Hauptgruppen sind die Kachin, die Kayah, die Kayin, die
Chin, die Mon, die Bamar, die Rakhine, und die Shan. Der
Name Myanmar schließt alle ethnischen Gruppen ein.
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Myanmar ist ein bezauberndes Land mit einer reichen
Kunsthandwerksgeschichte. Mandalay, die ehemalige Hauptstadt
und Pracht der burmesischen Könige, ist die größte und
älteste Fundstätte burmesischen Kunsthandwerks. Hier können
Sie sehen, wie Elfenbein-, Holz- und Steinbildhauer, sowie
Blattgoldhersteller, Seidenweber, Silberschmiede und
Bronzegießer ihr Handwerk nach der altehrwürdigen Tradition
ihrer Vorfahren ausüben.
In Myanmar gibt es 10 traditionelle Künste, die metaphorisch
als die "zehn Blumen" bezeichnet
werden.
Panbe ( die Schmiedekunst)
Panbu (die Kunst der Bildhauerei)
Pantain (die Gold- und Silberschmiedekunst)
Pantin (die Kunst des Bronzegusses)
Pantaut (die Kunst Blumenmuster mittels Mauerhandwerks
herzustellen)
Panyan (die Kunst des Mauerhandwerks )
Pantamault (die Steinbildhauerkunst)
Panpoot (die Kunst des Drechselns)
Panchi (die Kunst des Malens)
Panyun (die Kunst der Lackarbeiten)
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Der Buddhismus hat großen Einfluss auf das tägliche Leben
der Burmesen. Die Tradition der engen Familienbande,
Rücksicht auf die Älteren und die Ehrfurcht vor dem
Buddhismus ist bewahrt geblieben. Burmesen sind für ihre
Gastfreundschaft und Freundlichkeit bekannt.
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Die meisten Einwohner sind Buddhisten; der Theravada
Buddhismus ist weit verbreitet. Religiöse Intoleranz oder
Diskriminierung aufgrund der Religion kommt in der Union von
Myanmar und ihrer langen Geschichte nicht vor. Die
haupsächlichen Religionen im heutigen Myanmar sind
Buddhisten (89,20%), Christen (5,05%), Moslems (3,78%),
Hindus (0,55%) und Animisten (1,27%), sowie Anhänger anderer
Religionen, wie z.B. Bahai Sikhs, Lipian fujianhal, der
chinesische Religion, etc. (0,61%).
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Man mag sich wundern, dass in Myanmar 48 Mio. Menschen 111
Sprachen sprechen. Die meisten Burmesen sprechen Birmanisch.
Das birmanische Alphabet besteht aus 33 Konsonanten, von
denen einige Halbvokale sind (wie das 'y' im Englischen).
Die Vokale sind nicht im birmanischen Alphabet enthalten.
Sie stehen für sich.
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